[Ja, liebe Leute, der Freddy hatte tatsächlich ein gitarristisches Vorleben: hardrock- und metalorientiert in den 80ern. War doch eine tolle Zeit!!!]
Neben vielen anderen verdienen diese beiden Jungs deshalb immer wieder Erwähnung, weil sie (für metal-orientierte Gitarristen) eine unglaubliche Phrasierung und Spieleleganz an den Tag legten.
Vito macht jetzt leider keine Musik mehr, was eine große Schande ist. Er führt angeblich ein Pizza-Restaurant in Brooklyn.
Zu hören ist Vito unter zugegebenermaßen "erschwerten" Audio-Umständen, denn er spielte in den 80ern bei White Lion, einer der vielen Pudelkopf-Metaller-Bands, deren Songmaterial dürftig, deren Spielkapazität aber enorm war (ähnlich auch: "Autograph" mit dem wunderbaren Steve Lynch). Vitos schlanker, intelligenter und viriler Ton ist absolute Extraklasse; seine inspirierten Läufe beweisen Explosivität und Ideenreichtum, wie es bei den Pudelkopf-Playern sonst nie zu hören war. Anspieltip: "Radar Love", ein grandioses Golden Earring - Cover mit Vitos unvergleichlich singend-clippendem Ton.
Wunderbar.
Tja, und dann Randy Rhoads...
Was soll ich sagen? Randy hörte ich erstmalig Mitte der 80er, da kam nämlich gerade Ozzys "Tribute" - Album raus, was er von A - Z seinem guitariste extraordinaire Randy Rhoads gewidmet hat. Damals hatte ich gerade meine Johnny Winter-Phase und war nach wie vor sehr inspiriert von den großen 70er-Playern wie Danny Lademacher (bei Herman Brood & his Wild Romance), Frank Marino, Pat Travers, Joe Walsh und Steve Morse. Aber als ich Randys guitaring auf diesem Live-Album vernahm, hatte ich das Gefühl, von einem Zug überrollt zu werden. Phantasie, Artikulation, tone-control, Technik und virtuose Situationsbeherrschung (innerhalb einer instrumentalen Trio-Formation überlebenswichtig) waren exorbitant. Sein Tapping zeugte von wirklicher Musikalität und nicht vom Verlegenheitsriffing gehypter six-string-speedster mit GIT-Abschluß und Insektensound. Noch heute schäme ich mich meiner Gänsehaut nicht, wenn ich seine Arbeit goutiere.
"Mr. Crowley" und "Suicide Solution" sind nur zwei Anspieltipps.
Leider starb Randy in Folge eines Flugzeugabsturzes zu Beginn der 80er Jahre, kurz bevor es für ihn so richtig hätte losgehen können.
Was für ein Verlust!
(c) Fred Böhle-Holzapfel
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen